Frohes neues Angeljahr

Januar 1, 2018 in Allgemein, Erfolglos angeln, Gastangeln, Impressionen, Slideshow4Blog

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes neues Jahr mit Gesundheit, Glück und viel Petri Heil!

Einer meiner wenigen Vorsätze in diesem Jahr ist es auch über Misserfolge häufiger zu berichten. Ich meine klar ist es schöner Berichte mit Fotos von tollen Fängen zu schreiben und auch zu lesen aber das bringt uns Angler ehrlich gesagt nicht immer weiter  – es nährt nur die Motivationsflamme in uns und wir begeben uns mit diesen Bildern gerne auf in das nächste Abenteuer. Aber auch die zähen und haarsträubenden Erfahrungen gehören zum Leben eines Anglers dazu und sollten in einem Online-Erfahrungsbuch zum Thema Angeln auf Dauer nicht fehlen.

Also ran an die langweiligen Geschichten, die frustrierenden Heimwege, die Ratlosigkeiten jenseits der Wassermarken. Fangen wir also an 🙂
Da wir Silvester im kleinen und ruhigen Kreis zuhause verbracht haben konnte ich heute am Vormittag zum traditionellen Neujahrsangeln aufbrechen. Wenn es sich ergibt, dann nehme ich die Gelgenheit gerne war so früh im Jahr ans Wasser zu kommen. Da mein Junior gerne ein paar Stunden dazukommen wollte entschied ich mich für den nahgelegenen Twistesee bei Wetterburg – da kann Mutti mal eben hinfahren 🙂


Nach dem Motto neues Jahr, neues Glück! Hmmpf! Fehlanzeige statt Bissanzeige.
Die ersten zwei Stunden widmete ich dem Ansitz mit Köfi an der Posenmontage. Dann wurde ich von der Kälte getrieben etwas Bewegung aufzunehmen und es wurde mit dem Drakovitchsystem geangelt. Trotz einem guten Gefühl was die Köderführung und den Moment angeht konnte ich keinen Biss oder Nachläufer verzeichnen. Ich hatte aber das Gefühl, dass dieses System konstant gefischt wohl den ein oder anderen Kameraden ans Band bringen würde.

Einige verwässerte Köderfische später kam dann mein Kurzer dazu und es wurde wieder stationär gefischt. Mit Köderfisch an der Pose. Aber auch die Verstärkung am Nachmittag konnte am Misserfolg nichts ändern. Wir hatten keinen einzigen Biss auf unsere Hechtrute. Aber immerhin konnten wir mit selbstgeschnitzten Speeren und Lanzen einige imaginäre Freunde der Lüfte und der Wälder  zur Strecke bringen. Die Stimmung war ganz wunderbar als wir den Heimweg antraten.

Trotzallem war es ein sehr schöner Tag am Wasser – Zeit einmal tief durchzuatmen und den Dingen ihren Lauf zu lassen ohne irgendetwas zu müssen.
Ich jedenfalls kann solche Momente gut genießen – nur mit Fisch wäre es noch schöner :-/ – aber ich fühle mich gut, nicht frustriert, nicht beflügelt – einfach nur okay. … und was sagt uns das? Wir greifen an einem neuen Morgen wieder an.

Petri Heil und habt euch wohl!

Auf der Suche nach dem Endfisch …

Dezember 31, 2017 in Allgemein, Mythos Angeln, Slideshow4Blog

Es ist kurz vor Jahresende – der 29. Dezember und wie im vergangenen Jahr treibt es mich raus auf der Suche nach … ja nach was eigentlich?
Ist es der Zander, den ich an diesem See schon lange nachstelle? Oder der kapitale Hecht des Jahres? So recht weiß ich es nicht aber der Name Endfisch erscheint mir gerecht.

Trotz widrigen Umständen – 0° und starker böiger Wind – zieht es mich raus an den See. Auf der Fahrt fängt es an zu schneien und erscheint mir passend. Ich bin mir fast schon sicher, dass ich heute keine guten Chancen haben werde. Aber warum? Es ist regelrechtes Raubfischwetter – Hechtwetter wie man sagt. Die Lumpen müssten sich bei den Bedingungen doch pudelwohl fühlen. Im Gegensat zu mir. Kurze Zeit später landet die erste Montage am Grund des Twistesees. Ein Rotauge an einem  Eizelhakenvorfach. Das Ganze ist mit einem Birnenblei beschwert und für einen ordenltlichem Durchlauf gesorgt. Ich realisiere gerade, dass ich meinen Tee zuhause vergessen habe … stupido!
Nach einiger Zeit kommt die blaue Stunde und ich beginne schon über das Angeln auf Hecht nachzudenken.

Ich suche unter meinem kleinen Schirm Schutz vor dem direkten Wind und krame meine Montage zusammen. Schließlich positioniere meine Rute. Am Ende der Leine hängt ein Rotauge – wohl präpariert und positioniert an einer Durchlaufposenmontage. Da ich der rein stationären Grundmontage auf Hecht noch keine rechtes Vertrauen entegen bringen kann, versuche ich flexibel zu fischen. Mal im Freiwasser auf 1,5 m, auf 3m, auf 5m und schließlich kurz über dem Grund. Die Stelle ist gut. Ich selbst hatte hier schon Bisse beim Zanderangeln und habe mehrere Hechte hier gefangen – daran kann es also nicht liegen … wenn da nicht noch die letzten Pleiten der Herbstangelei hinter mir liegen würden. Der See hat mir bis auf ein Barsche in diesem Jahr keinen nennenswerten Fisch geschenkt??! Was geht´n eigentlich, denke ich bei mir. Aber ich bin nicht allein mit meinen Erfahrungen. Auch die Angler, die ich in den vergangenen Monaten hier antreffen konnte waren alles andere als zufrieden mit Ihren Ergebnissen. Vielen fangen gar nichts in letzter Zeit.

Ich fange an mehr zu variieren. Ich verändere die Distanzen zum Ufer und erweitere meine Drift auf eine Strecke von ca. 25 m. Beim Ende jeder Drift lege ich eine aktive Strecke zum Ufer zurück.

Dabei zupfe ich den Köder immer wieder an und lasse ihn auf untrschiedliche Tiefen abtrudeln … nichts passiert. Gefühlt habe ich jeden Qubicmeter Wassersäule des Spots bereits abfischt. Also entweder ist hier einfach kein Hecht – oder er hat besseres zu tun als meinen Köder zu nehmen.

Wie vermutet fange ich an diesem Tag keinen Endfisch, geschweige denn einen Endzander :-/
Das Schöne ist, dass wenn man die Erwartung ganz runtergeschraubt hat, dass man dann auch weniger enttäuscht den Heimweg antreten kann aber .. es macht auch nicht zufrieden. Hin und wieder will man doch entlohnt werden für sein Tun. Und es ist ja nicht so, als gäbe es keine Fische mehr in dem See.

Ich mache mir so meine Gedanken …

… vielleicht sollte ich wieder mehr aktiv fischen, um eine bessere Gewässerkenntnis zu bekommen.
… ganz abwegige Stelle zu befischen könnte vielversprechend sein. Habe ich zwar schon versucht aber immer nur am Ostufer.
Dem westlichen Ufer im südlichen Teil des Sees habe ich bislang noch keine große Aufmersamkeit geschenkt.
… alternative Angelmethoden ausprobieren. Vielleicht mal aktiv mit Köderfisch losziehen – konsequent und ohne zusätzliches Alternativgeschirr.
… auf zu neuen Weiten. Vielleicht sollte ich gerade im Winter einmal versuchen mit neuen Montagen auf andere Weiten zu kommen und auch die tiefen Stellen des Sees im Winter abfischen zu können.
… oder ist es nur das Karma? Ich habe das Gefühl, dass es nicht das richtige Wort für die richtige Sache ist, also im Grunde stimmen könnte.
Ich bin jemand, der versucht bewusst Dinge zu tun, also auch auf seinen Baiuch und seine „Tagesform“ zu achten, gerade wenn es zum Angeln geht. Oftmals ging dabei innere Ausgeglichenheit mit einem erfolgreichen Fischereitag einher. Ich meine diese Gedanken haben Angler halt, gerade wenn es mal nicht so gut läuft, oder?
… naja wie schon fast Tradition werde mich zum Neujahrsangeln wiederkehren 🙂 Vor drei Jahren hat ich am Morgen des 2. Januars ein ziemlich guten Tag und konnte bereits nahc kurzer Zeit einen kapitalen Hecht fangen. Im letzten Jahr bin ich leer ausgegangen. Mal schauen wie es morgen ausschaut! In der Früh geht´s los.

Ich wünschen alles ein frohes neues Jahr 2018.
Kommt gut rein, geht angeln und verbringt viel Zeit in der Natur!

Bis dahin alles Gute und Petri Heil!

 

Zu Gast im Hamburger Hafen

August 21, 2017 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Slideshow4Blog

Alles begann an Weihnachten 2016 …
… ein Gutschein zum Zanderangeln bei Guide Florian Penno in Hamburg.
Mitte August 2017 war es dann soweit und ein langer Tag unter der Woche stand mir bevor. Zusammen mit Angelkollege Klaus machte ich mich morgens in der Früh auf Richtung Hamburg. Als wir gegen 11 Uhr an den Landungsbrücken ankamen wartete Florian zusammen mit zwei weiteren Petrijünger bereits.

Nach kurzem Check in fuhren wir los Richtung Hafenbecken … dann verlies mich die tatsächliche Orientierung und ich saugte die Eindrücke einfach nur auf! Kein Zweifel, dass auch diese Hafenalagen mit entlegenen Ecken, und endlichen Brückend und Dauben eine gewissse Romantik verspüren lassen.

Als wir am ersten Spot ankamen wurde das Angelgerät verteilt und eine kurze Einweisung in die Vertikalfischerei gegeben. Man merkt ziemlich schnell, dass Florian Penno ein sehr erfahrener und engangierter Angelguide ist, der Ahnung von dem hat, was er tut. Aber wenn man für einen solchen Tag zum Zanderangeln weit anreist und immerhin auch gutes Geld bezahlt, dann möchte man auch vorallem eins – Fangen.

Somit ging es rasch an die Angelei. Wir fuhren einige Spots nacheinander an und an den Sicheln auf dem Echolot konnte man das Potential des Gewässers ablesen – allerdings blieben die Bisse vorerst aus. Nach guten drei Stunden ohne Biss war klar – dies ist einer dieser Tage an denen die Zander zickig sind.

Gerade als die Stimmung auf dem Tiefpunkt war hatte mein Nachbar dann noch einen Hänger, der sich doch plötzlich in einen Zander von ca. 75 cm verwandelte. Leider konnte sich der Zander durch den Kescher freibeissen.

Kurze Zeit später konnten wir einige Rapfen beim Rauben beobachten. Klaus war es, der als erster einen guten Schuppenträger ans Band bekam.
Auch Guide Florian konnte zwei stattliche Exemplare fangen. Nach dem kleinen Ausbruch widmeten wir uns bald wieder den Barschartigen. Wir mussten nun wieder eine gute beissfreie Stunde hinnehmen,bevor es wieder Klaus war, der den ersten Zander in seinen Händen hielt. Die Fische bissen sehr spitz und ich selbst konnte erst meinen vierten Biss verwandeln – so fing ich meinen erster Zander! Kein Gigant aber immerhin.

Der kleine durfte wieder schwimmen. Nach dem wir den Spot verließen angelten wir bis in den frühen Abend – ohne weiteren Erfolg. Florian konnte sein Können nochmal unter Beweis stellen, indem er einige kleine Exemplare an die Luft holte. Ein durchwachsener Angeltag ging zu Ende mit beeindruckenden Bildern aus dem Hamburger Hafen.

Ich bin mir sicher, dass ich hierhin nocheinmal zurückkehren werde – und mit Angel, vielleicht von einer der wenigen Uferangelstellen, die es dann auszumachen gilt.
Ein Gudingtag mit Florian Penno kann ich aber in jedem Falle empfehlen.
Wer weitere Infos sucht, der findet diese unter: www.barramundibay.de

Zusammenfassend schätze ich den vielseitigen Angeltag in Hamburg. Sicherlich waren die Bedingungen nicht die besten aber das Potential konnte man förmlich fühlen und auf dem Lot auch bestätigt bekommen. Ich freue mich bereits auf einen erneuten Tripp im kommenden Jahr.

Bis dahin allen Petri Heil!

 

Wolfsbarsche in der Abenddämmerung

August 21, 2017 in Allgemein, Fänge, Fischverwertung, Impressionen, Montagen, Slideshow4Blog

Ein wunderschöner Sonnenuntergang an der dänischen Westküste leitet einen vielversprechenden Angelabend ein.
Zugegeben – der starke Wind und die Brandung dämpfen meine Euphorie zunächst etwas ab, dennoch, das auflaufende Wasser und die wunderbare Atmosphäre des menschenleeren Strandes stimmen mich optimistisch und geben mir das Gefühl am richtigen Ort zu sein. Beitrag komplett lesen →

Rest in Peace A. …

März 15, 2017 in Allgemein

Vor gut vier Wochen wurde der Werkgraben bei Warburg abgelassen. So konnte man einen Blick auf das Flussbett werfen, um potentielle Angelstellen oder Strukturen zu entdecken, die einem bei Normalwasserstand verwehrt bleiben. Ernüchternd war jedoch der tatsächliche Anblick. Das Flussbett ist insgesamt ziemlich stark verschlammt und es gibt nur wenige Stellen, die rausstechen …

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Einfach auf Bachforelle – mit Köderfisch

Juli 13, 2016 in Allgemein, Das Erste Mal, Fänge, Montagen, Praxis-Tipps, Slideshow4Blog

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Das Angeln auf Bachforellen hat viele Gesichter. Flug-, Spinn- oder Ansitzangeln auf Grund oder mit der Pose, die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt. Das Angeln mit Köderfischen wird – zumindest in unserer Gegend – nicht so häufig betrieben, obwohl es durchaus sehr gut funktioniert.
Besonders wenn man kapitale Bachforellen fangen möchte oder wenn die üblichen Fangmuster einmal mehr nicht fruchten, dann kann der Köderfisch ein echter Joker sein.

 

forelle-mit-köfi-3Die Motivation

Im Mai, wenn die Fische mit den höheren Wassertemperaturen so richtig munterwerden, geht die Bachforellensaison an unserem heimischen Flüsschen los. Es war die Story eines guten Freundes, die mich erstmals für das Köderfischangeln auf Bachforellen begeisterte. Angelkollege Alex hatte kürzlich vom Fang einer kapitalen Forelle erzählt, die ein anderer Vereinskamerad beim Gesellschaftsangeln auf Köderfisch fangen konnte. Er war der Einzige, der es auf die Art versucht hatte und gleichzeitig mit Abstand die größte Forelle fangen konnte. Da ich kurz zuvor einige erfolglose Angelversuche hinter mir hatte, war ich äußerst offen für neue Methoden und wollte es bald selbst versuchen.

 

 

 

 

fruehjahrsangeln-diemel-09Köderwahl und Beschaffung

An vielen Angelgewässern ist das Angeln mit gewässerfremden Köderfischen untersagt. So auch bei uns. Also mussten erstmal heimische Fischlein her. Generell ist es nie verkehrt solche Köderfische zu verwenden, die auch im Angelgewässer vorkommen – inwiefern diese aber besser fangen kann ich noch nicht sagen. Einen Meeresfisch zum Süßwasserangeln zu verwenden wiederstrebt meinem Anglerwesen, kann aber bestimmt auch den ein oder anderen Zusatzfisch hinterm Ofen hervorlocken.

Bei uns am Wasser sind Döbel relativ häufig und lassen sich an einfachem Gerät gut anlocken. Kleine Rotwürmer am 12er Haken fangen zuverlässig klein- und mittelgroße Döbel, wenn man mit der Pose die richtigen Tiefenbereiche der Standorte auslotet. In der Nähe von Rauschen sowie hinter Wehren und Brücken finden sich oftmals Döbel, die auf vorbeiziehende Nahrung warten. Gerade in den späten Nachmittagsstunden und zur Dämmerung sind sie auch im Oberflächenwasser zu finden und lassen sich mit verschiedensten Ködern überlisten.

Bei der Köderfischmontage muss man sich überlegen wie sich der Köderfisch unter Wasser verhalten soll. Möchte man einen absinkenden Köder, muss man die Schwimmblase anstechen und die Luft heraus drücken. Soll der Köder auftreiben, dann empfiehlt es sich den Fisch im Bauchbereich am Besten gar nicht zu beschädigen, denn mit gefüllter Schwimmblase treibt er von alleine auf. Komplett gefrorene Köderfische und Fischstücke sind generell auftreibend bis sie zu tauen beginnen. Je nach Wahl der Montage kann dieses Detail über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

 


koederfische-lagern-02Das erste Mal – schwer auf Grund

Der gute Vorrat an Köderfischen veranlasste mich ein paar Tage später eine Hand voll gefrorener Döbel aus meinem Gefrierfach zu nehmen und als Zusatzköder mit in die Angeltasche zu packen.

Am Wasser angekommen hatte ich zunächst die üblichen Methoden auf dem Schirm, die eine nach der anderen versagten. Die gute Rollbleimethode, das Posenangeln, Spinnfischen mit Wobbler, Spinner und Gummifisch – bis dahin waren nur zwei Truttas aus der Kinderstube ans Band zu bekommen. Schließlich blieben noch die Döbelfreunde, die leicht angetaut waren aber immernoch in meiner Angeltasche auf ihren großen Einsatz warteten. Ich hatte eine Angelstelle unter einem überhängendem Baum angepeilt, an der ich einen guten Spot erwartete und wollte meine Grundmontage dort ab legen. Das Problem war nur, dass sich dieser auf der gegenüberliegenden Uferseite befand. Die Strömung des kleinen Flusses zog allerdings so sehr an meinem Köder, dass die üblichen Gewichte – zwischen 3 und 15 g nicht ausreichten, um den Köder an der Stelle zu halten. Da ich meine Aalrute mit grober Monoschnur und 4er Aalvorfach im Gepäck hatte, montierte ich ein 50g-Blei und warf die Stelle nochmal sehr genau an. Das Blei lag jetzt bombenfest. Der Einschlag war natürlich ziemlich heftig gewesen, konnte aber die erste maßige Bachforelle kurz darauf nicht davon abhalten den Köder zu nehmen. Mit 33 cm war der Fisch kein Schlechter und kurz darauf flog das Blei wieder in die Nähe des überhängenden Baumes, der sich nun als guter Platz erwiesen hatte. Keine 5 Minuten später lag eine 50er Forelle neben meinen Füßen, allerdings eine Regenbogenforelle, die mir kurz zuvor im Drill alles abverlangt hatte. Der Fisch zog das dicke Blei hinter sich her als wäre es gar nicht da, wechselte zwei Mal die Uferseite und verhakte sich zu guter Letzt auch noch in der Uferbefestigung, bevor ich ihn endlich keschern konnte. Im Laufe des Vormittags konnte ich 3 weitere Forellen auf die Montage fangen – allesamt Bachforellen zwischen 34 und 41 cm. Auch mein Angelkollege und Namensvetter, der nach durchzechter Nacht reichlich zu spät am Gewässer ankam, konnte auf die Montage mit Köderfisch und -fetzen noch die ein oder andere braune Forelle verhaften.

 

Der Augenzupfer – aktive Verlockung

Meine darauf folgenden Angelversuche mit Köderfisch verliefen ohne weiteren Erfolg. Ich musste die Erfahrung machen, dass das Angeln mit Köderfisch an der einfachen Grundmontage nicht immer Erfolg verspricht. Erst ein gutes Vierteljahr später versuchte ich mein Glück erneut. Zum gemeinschaftlichen Abangeln des örtlichen Vereins wollte ich es wieder versuchen, nun allerdings aktiv, denn das Ansitzangeln verspricht im Herbst viele Schneiderstunden. Meiner Erfahrung nach muss man die Fische zu dieser Jahreszeit suchen. Wie sich später herausstellte wurde beim Abfischen generell eher mager gefangen. So ging es mir vorerst auch, denn sowohl auf Wobbler & Co als auch auf die bewährte Rollbleimethode am Grund konnte ich ca. 1 Stunde lang trotz aller Bemühungen keinen einzigen Biss verzeichnen. Zum Glück hatte ich an diesem Tag noch meine Joker dabei – die letzten gefrosteten Döbel zwischen 6 und 8 cm Länge. Um den Kammeraden Leben einzuhauchen, versuchte ich eine aktive Führung mit einfacher Montage.

Montage-Bachforelle-Köderfisch

Als Schlagschnur benutze ich dazu ein einfaches, großes Aalvorfach (davon habe ich meistens in der Tasche). Das Aalvorfach kann beruhigt in Größe 1/0 ausfallen, denn es bietet Stabilität und Sicherheit im Drill kapitaler Fische und ermöglicht gleichzeitig ein einfaches Zurücksetzen untermaßiger Fische. Der Haken sitzt meist vorn im Maulwinkel und lässt sich am großen Hakenschenkel leicht entfernen.

Ich montierte also ein Laufblei von 6 g auf die geflochtene Hauptschnur, gefolgt von einer Perle vor dem Knoten zum kleinen Wirbel/Einhänger und dem besagten Aalvorfach. Den Köderfisch hakte ich einfach durch die Augenhöhle, denn so angeködert kann er schön hin- und herspielen während man die Montage über den Grund oder im Freiwasser zupft.

 

Angeln an den Kiesgruben bei Melsungen

Juli 13, 2016 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Slideshow4Blog

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Am letzten Juniwochenende ging es zum Angeln an die Kiesgruben bei Melsungen.
Beangelbar sind dort zwei Kiesgruben und ein Teilabschnitt der Fulda, die kaum 50m-Luftlinie entfernt von den Teichen liegt. Die Gruben sind mit dem Auto direkt erreichbar und bieten einen guten Fischbestand und sind somit auch ein gutes Gewässer zum Angeln mit Kindern und Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind.melsungen-062016-4

An diesem wunderbaren Angeltag blieb es bis auf ein paar Fehlbisse bei einem Küchenesox von 67cm (1800g).

melsungen-062016-1melsungen-062016-3Wir haben aber einige große Salmoniden und andere Fische springen sehen, die mehr versprechen. Auch der Fuldaabschnitt sah vielversprechend aus. Wir haben und an diesem Tag auf einen der Gruben beschränkt, werden aber mit Sicherheit nochmal an den anderen Abschnitten angreifen. Ich danke Kollege Stephan für die schönen Bilder!

Artikel in „AM HAKEN“-Ausgabe März 2016

März 21, 2016 in Allgemein, Angelzeitschrift, Praxis-Tipps, Slideshow4Blog


amHaken-032016-2Nach einem Jahr ist es mal wieder soweit – mein Artikel zum Thema „Mal anders“ findet sich in der Märzausgabe „AM HAKEN“.

Hier beschreibe ich einige Möglichkeiten mit Köderfisch auf Bachforellen zu angeln.

Ich freue mich mal wieder dabei zu sein, denn wie sooft hat das Team eine ordentliche und lesenswerte Ausgabe erstellt – unbedingt mal checken.

 

 

 

 

 

 

amHaken-032016-1 Ausserdem gibt es noch ein Catch&Cook Artikel von mir –
„Deftig-knackige Bachforelle“ mit vegetarisch/veganer Variante 🙂

Hier ein paar Impressionen von Artikel. Die vollständigen Artikel folgen in Kürze …

Osterfeldsee im Februar

Februar 8, 2016 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Impressionen

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Am WE war ich noch einmal unterwegs in Beverungen, um am Osterfeldsee vorbeizuschauen. Ich wollte eigentlich nur mal gucken, ob keiner guckt!

osterfeldsee16-2Hat aber doch einer geguckt  😉

Das Glück mit dem Zurück

Januar 30, 2016 in Allgemein, Fänge, Gastangeln

esox-erstfang2016Kurz nach Sonnenaufgang gab es ein wenig Aktivität – ein kurzes Zeitfenster in dem die Fische aktiv waren. Gegen halb neun schwamm ein kleiner Esox an meinen Füßen vorbei während die Friedfische im Hintergrund planschten. Kurz darauf bekam ich einen vorsichtigen Biss auf einen Lieblingsköder-Gummifisch. Ich zögerte einen Moment und startete den Köder erneut in der Erwartung eines erneuten Anfassers. Und es kam wie es kommen sollte und kurz drauf hing ein schöner Esox am Band – mein erster Fisch im Jahr 2016, kurz vor Beginn der Hechtschonzeit.

Der Erste geht zurück – so lautete einer meiner Vorsätze für das neue Jahr. Ein Bisschen Aberglaube gönne ich mir an der Stelle. Ich glaube, dass die Götter milde gestimmt sind und mir noch mehr Glück für das neue Jahr gönnen werden ;-/

Ich wünsche allen ein tolles Angeljahr 2016 und würde mich wie immer über Kommentare auf meiner Website freuen!

P.S. @ Mario: Danke für das schnelle Bild!

 

Die spinnen doch die Barben …

Dezember 25, 2015 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Slideshow4Blog

barbus2015
Beim Spinnfischen an der Fulda bei Melsungen konnte ich kurz vor Weihnachten meine erste und gute Barbe auf einen Spinner fangen. Der gut 71 cm lange Bartelträger lieferte einen tollen Kampf mit unglaublich schnellen Fluchten – ein einziger, fetter Muskel! Er war mir am Strömungsrand auf einen 5er Mepps ans Band gegangen.

An diesem Tag ging nicht viel aber wenn dann kapital. Mein Angelkollege konnte kurz zuvor einen knapp ca. 45 cm großen Döbel auf Made überlisten.

Ein gelungener Angeltag vor der Jahreswende – ich hoffe ich kann das Glück mit ins kommende Jahr nehmen …

Ich wünsche allen Lesern viel Petri Heil auch im Jahr 2016!

@ Stephan: Danke für das schnelle Foto!

Hilfe für die Äschen

November 27, 2015 in Allgemein, Fischzucht

Ein Film über die Bemühungen des LFV, des Ruhrverbandes und der Hegegemeinschaft Almeäschen zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Gewässern.
Der Film stellt das Projekt zur Erhaltung der Äschen in den Gewässern von Lippe und Alme vor, beleuchtet die Gründe für den Rückgang der Art und zeigt das Laichverhalten in eindrucksvollen Unterwasseraufnahmen. Das Engagement der Hegegemeinschaft Almeäsche ist beispielgebend.

Veröffentlicht vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e. V.

Ansitzangeln im Zeitraffer

November 9, 2015 in Allgemein, Gastangeln, Impressionen, V-Blog

Hier ein kleiner Nachtrag zum Bugaangeln im Zeitraffer …

Das Feuer der Buga

November 9, 2015 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Slideshow4Blog

Feuer der BugaAm ersten Wochenende im November ging es mit Kumpel Stephan auf zum Angeln in die Kasseler Buga (Aue-Seen). Nach zwei erfolglosen Ansitztagen im vergangenen Winter sollten wir dieses Mal zumindest nicht als Schneider heimkehren … Beitrag komplett lesen →

Halbe Sachen mit Biss

November 3, 2015 in Allgemein, Fänge, Slideshow4Blog

Nebel überm Twistesee

Die Forellensaison an der Diemel geht in den Winterschlaf. Nun erwacht die Stillwassersaison, die ich dieses Jahr vornehmlich am Twistee verbringen möchte. In dieser Woche ging es also seit langem mal wieder zum Angeln an den See. Da sich die Angelzeiten im Herbst und Winter auf die Zeit von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis 21:00 Uhr beschränken, ist es zeitlich meistens knapp, wenn man unter der Woche nach Feierabend oder vor der Arbeit zum Angeln raus möchte bzw. es sich zeitlich nicht anders einrichten kann. Beitrag komplett lesen →

Traumfisch mit Haken

Oktober 20, 2015 in Allgemein, Fänge, Slideshow4Blog

Bachforelle mit LaichhakenBeim diesjährigen Abangelns des Anglervereins Warburg konnte ich neben zwei schönen 39 er Bachforellen einen wirklichen Traumfisch landen.
Diese makellose Bachforelle attackierte meinen angebotenen Köderfisch mit voller Wucht und lieferte mir einen tollen Drill im Anschluss, bevor ich den guten Milchner nach einigen Sprüngen mit viel Glück keschern konnte. Auf den Fotos kann man den gut ausgebildeten Laichhaken erkennen. Mit 54cm Länge und 1600g Gewicht meine größte und schwerste Bachforelle. Beitrag komplett lesen →

Scharfe Dinger vom Hecht – Präparate

Juli 30, 2015 in Allgemein, Fischverwertung, Slideshow4Blog

Hechtpräparate

Das Thema Konservierung von toten Tieren wird generell sehr kontrovers diskutiert. So verhält es sich auch mit dem Präparieren von Fischen und das hat viele Gründe. Es gibt viele Argumente gegen das Präparieren und nur wenige dafür. Erst gestern habe ich mein zweites Hechtpräparat ein gutes halbes Jahr nach dem Fang vom Präparator in der Nähe abgeholt und ich möchte die Gelegenheit nutzen Bilder zu zeigen und das Thema aus meiner Sicht einmal anzureißen. Beitrag komplett lesen →

Hecht auf Köfi am System

Juli 4, 2015 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Slideshow4Blog

hecht-koefi-twistesee-072015Der Twistesee bei Wetterburg hat einen guten Hechtbestand zu bieten. Nach einem gemeinsamen Schneidertag drei Wochen zuvor konnten Angelkollege Marc und ich  am 4. Juli einen guten Esox auf System fangen, der auf ein handlanges Rotauge an zwei Drillingen gebissen hat. Der Biss kam beim langsamen und sprunghaften Herankurbeln des Systems. Obwohl der Hecht die erste Attacke abgebrochen hatte, packte er den Köder nach erneutem absinken und anzupfen doch noch und lieferte eine gute Flucht bevor wir ihn Keschern und im Boot landen konnten.

Der Hecht war mit 2250 g bei 72 cm Länge ein eher schlankes Bürschchen, eignet sich aber hervorragend für die Küche.

Artikel in der Mai/Juni-Ausgabe von „AM HAKEN“

Mai 27, 2015 in Allgemein, Angelzeitschrift, Fänge, Fischverwertung, Praxis-Tipps, Slideshow4Blog

Die Zeitschrift AM HAKEN hat in der Ausgabe 3/2015 zwei Beiträge von mir veröffentlicht, die sich in verkürzter Form schon länger in den Tiefen meines Blogs befinden: „Boilies selbst gekocht“ und „(Stachel-) Ritterliches Essen“.

Das kleine 1 x 1 des Angelns: Boilies selbst gekocht
Rezeptvorschlag für selbst gemachte Boilies mit nützlichen Tipps zu Aromatisierung, Färbung und How to Pop-It-Up.
>> PDF-Ansicht des Artikels
>> Original-Blogeintrag

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Catch & Cook: (Stachel-) Ritterliches Essen
Hier gibt es einen kurzen Fangbericht, Rezeptvorschlag, Zubereitung und Verarbeitungstipps zu meinen Barschfängen im Januar.
>> PDF-Ansicht des Artikels
>> Original-Blogeintrag

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Angelrap – Fishing meets Music

Mai 11, 2015 in Allgemein, V-Blog

Seit nunmehr 25 Jahren schlägt mein Herz für Deutschen HipHop und Rap.
Ich finde hier hat sich die Firma Sänger etwas erfrischendes einfallen lassen, um gezielt Junge Menschen anzusprechen.
Aus meiner Sicht eine gelungene Produktion – auch wenn ich sonst eher nicht zu den Sänger-Anhängern gehöre :-/