Du befindest Dich im ansBAND-Archiv unter " Diemel".

Einfach auf Bachforelle – mit Köderfisch

Juli 13, 2016 in Allgemein, Das Erste Mal, Fänge, Montagen, Praxis-Tipps, Slideshow4Blog

forelle-mit-köfi-1

Das Angeln auf Bachforellen hat viele Gesichter. Flug-, Spinn- oder Ansitzangeln auf Grund oder mit der Pose, die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt. Das Angeln mit Köderfischen wird – zumindest in unserer Gegend – nicht so häufig betrieben, obwohl es durchaus sehr gut funktioniert.
Besonders wenn man kapitale Bachforellen fangen möchte oder wenn die üblichen Fangmuster einmal mehr nicht fruchten, dann kann der Köderfisch ein echter Joker sein.

 

forelle-mit-köfi-3Die Motivation

Im Mai, wenn die Fische mit den höheren Wassertemperaturen so richtig munterwerden, geht die Bachforellensaison an unserem heimischen Flüsschen los. Es war die Story eines guten Freundes, die mich erstmals für das Köderfischangeln auf Bachforellen begeisterte. Angelkollege Alex hatte kürzlich vom Fang einer kapitalen Forelle erzählt, die ein anderer Vereinskamerad beim Gesellschaftsangeln auf Köderfisch fangen konnte. Er war der Einzige, der es auf die Art versucht hatte und gleichzeitig mit Abstand die größte Forelle fangen konnte. Da ich kurz zuvor einige erfolglose Angelversuche hinter mir hatte, war ich äußerst offen für neue Methoden und wollte es bald selbst versuchen.

 

 

 

 

fruehjahrsangeln-diemel-09Köderwahl und Beschaffung

An vielen Angelgewässern ist das Angeln mit gewässerfremden Köderfischen untersagt. So auch bei uns. Also mussten erstmal heimische Fischlein her. Generell ist es nie verkehrt solche Köderfische zu verwenden, die auch im Angelgewässer vorkommen – inwiefern diese aber besser fangen kann ich noch nicht sagen. Einen Meeresfisch zum Süßwasserangeln zu verwenden wiederstrebt meinem Anglerwesen, kann aber bestimmt auch den ein oder anderen Zusatzfisch hinterm Ofen hervorlocken.

Bei uns am Wasser sind Döbel relativ häufig und lassen sich an einfachem Gerät gut anlocken. Kleine Rotwürmer am 12er Haken fangen zuverlässig klein- und mittelgroße Döbel, wenn man mit der Pose die richtigen Tiefenbereiche der Standorte auslotet. In der Nähe von Rauschen sowie hinter Wehren und Brücken finden sich oftmals Döbel, die auf vorbeiziehende Nahrung warten. Gerade in den späten Nachmittagsstunden und zur Dämmerung sind sie auch im Oberflächenwasser zu finden und lassen sich mit verschiedensten Ködern überlisten.

Bei der Köderfischmontage muss man sich überlegen wie sich der Köderfisch unter Wasser verhalten soll. Möchte man einen absinkenden Köder, muss man die Schwimmblase anstechen und die Luft heraus drücken. Soll der Köder auftreiben, dann empfiehlt es sich den Fisch im Bauchbereich am Besten gar nicht zu beschädigen, denn mit gefüllter Schwimmblase treibt er von alleine auf. Komplett gefrorene Köderfische und Fischstücke sind generell auftreibend bis sie zu tauen beginnen. Je nach Wahl der Montage kann dieses Detail über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

 


koederfische-lagern-02Das erste Mal – schwer auf Grund

Der gute Vorrat an Köderfischen veranlasste mich ein paar Tage später eine Hand voll gefrorener Döbel aus meinem Gefrierfach zu nehmen und als Zusatzköder mit in die Angeltasche zu packen.

Am Wasser angekommen hatte ich zunächst die üblichen Methoden auf dem Schirm, die eine nach der anderen versagten. Die gute Rollbleimethode, das Posenangeln, Spinnfischen mit Wobbler, Spinner und Gummifisch – bis dahin waren nur zwei Truttas aus der Kinderstube ans Band zu bekommen. Schließlich blieben noch die Döbelfreunde, die leicht angetaut waren aber immernoch in meiner Angeltasche auf ihren großen Einsatz warteten. Ich hatte eine Angelstelle unter einem überhängendem Baum angepeilt, an der ich einen guten Spot erwartete und wollte meine Grundmontage dort ab legen. Das Problem war nur, dass sich dieser auf der gegenüberliegenden Uferseite befand. Die Strömung des kleinen Flusses zog allerdings so sehr an meinem Köder, dass die üblichen Gewichte – zwischen 3 und 15 g nicht ausreichten, um den Köder an der Stelle zu halten. Da ich meine Aalrute mit grober Monoschnur und 4er Aalvorfach im Gepäck hatte, montierte ich ein 50g-Blei und warf die Stelle nochmal sehr genau an. Das Blei lag jetzt bombenfest. Der Einschlag war natürlich ziemlich heftig gewesen, konnte aber die erste maßige Bachforelle kurz darauf nicht davon abhalten den Köder zu nehmen. Mit 33 cm war der Fisch kein Schlechter und kurz darauf flog das Blei wieder in die Nähe des überhängenden Baumes, der sich nun als guter Platz erwiesen hatte. Keine 5 Minuten später lag eine 50er Forelle neben meinen Füßen, allerdings eine Regenbogenforelle, die mir kurz zuvor im Drill alles abverlangt hatte. Der Fisch zog das dicke Blei hinter sich her als wäre es gar nicht da, wechselte zwei Mal die Uferseite und verhakte sich zu guter Letzt auch noch in der Uferbefestigung, bevor ich ihn endlich keschern konnte. Im Laufe des Vormittags konnte ich 3 weitere Forellen auf die Montage fangen – allesamt Bachforellen zwischen 34 und 41 cm. Auch mein Angelkollege und Namensvetter, der nach durchzechter Nacht reichlich zu spät am Gewässer ankam, konnte auf die Montage mit Köderfisch und -fetzen noch die ein oder andere braune Forelle verhaften.

 

Der Augenzupfer – aktive Verlockung

Meine darauf folgenden Angelversuche mit Köderfisch verliefen ohne weiteren Erfolg. Ich musste die Erfahrung machen, dass das Angeln mit Köderfisch an der einfachen Grundmontage nicht immer Erfolg verspricht. Erst ein gutes Vierteljahr später versuchte ich mein Glück erneut. Zum gemeinschaftlichen Abangeln des örtlichen Vereins wollte ich es wieder versuchen, nun allerdings aktiv, denn das Ansitzangeln verspricht im Herbst viele Schneiderstunden. Meiner Erfahrung nach muss man die Fische zu dieser Jahreszeit suchen. Wie sich später herausstellte wurde beim Abfischen generell eher mager gefangen. So ging es mir vorerst auch, denn sowohl auf Wobbler & Co als auch auf die bewährte Rollbleimethode am Grund konnte ich ca. 1 Stunde lang trotz aller Bemühungen keinen einzigen Biss verzeichnen. Zum Glück hatte ich an diesem Tag noch meine Joker dabei – die letzten gefrosteten Döbel zwischen 6 und 8 cm Länge. Um den Kammeraden Leben einzuhauchen, versuchte ich eine aktive Führung mit einfacher Montage.

Montage-Bachforelle-Köderfisch

Als Schlagschnur benutze ich dazu ein einfaches, großes Aalvorfach (davon habe ich meistens in der Tasche). Das Aalvorfach kann beruhigt in Größe 1/0 ausfallen, denn es bietet Stabilität und Sicherheit im Drill kapitaler Fische und ermöglicht gleichzeitig ein einfaches Zurücksetzen untermaßiger Fische. Der Haken sitzt meist vorn im Maulwinkel und lässt sich am großen Hakenschenkel leicht entfernen.

Ich montierte also ein Laufblei von 6 g auf die geflochtene Hauptschnur, gefolgt von einer Perle vor dem Knoten zum kleinen Wirbel/Einhänger und dem besagten Aalvorfach. Den Köderfisch hakte ich einfach durch die Augenhöhle, denn so angeködert kann er schön hin- und herspielen während man die Montage über den Grund oder im Freiwasser zupft.

 

Traumfisch mit Haken

Oktober 20, 2015 in Allgemein, Fänge, Slideshow4Blog

Bachforelle mit LaichhakenBeim diesjährigen Abangelns des Anglervereins Warburg konnte ich neben zwei schönen 39 er Bachforellen einen wirklichen Traumfisch landen.
Diese makellose Bachforelle attackierte meinen angebotenen Köderfisch mit voller Wucht und lieferte mir einen tollen Drill im Anschluss, bevor ich den guten Milchner nach einigen Sprüngen mit viel Glück keschern konnte. Auf den Fotos kann man den gut ausgebildeten Laichhaken erkennen. Mit 54cm Länge und 1600g Gewicht meine größte und schwerste Bachforelle. Beitrag komplett ansehen →

Bachforelle mit Schmuck und Schmackes

Oktober 18, 2014 in Fänge, Gastangeln, Gastangeln Diemel, Praxis-Tipps, Slideshow4Blog

bafo-wme-01Eine ordentliche Bachforelle mit dem Wobblern zu fangen ist nicht immer einfach. Vorallem wenn das Wasser stark sichtig ist verschwinden die meisten von Ihnen bereits, wenn die erste Silhouette oder der erste Schatten vom Wasser aus sichtbar wird. Oft kann man ihre schnellen Umrisse gerade noch flüchten sehen.

Jetzt helfen nur weite Würfe flussaufwärts und gezielte Präsentation des Köders an den erreichbaren Unterständen. Wenn trotz einer Vielzahl guter Würfe und Aktionen keinerlei Bisse zu verzeichnen sind habe ich schon des öfteren eine erstaunliche Erfahrung gemacht. Gerade an schweren Angeltagen, wenn die Köder vom Fisch gut zu sehen oder aber auch wenn aus nicht ersichtlichen Gründen trotz guter Bedingungen mal wieder nichts geht, hilft der Griff zum auffälligen, knalligen Köder. Geführt mit schneller Krubelumdrehung und gelegentlichen Schlägen. Auch Pausen mit darauffolgenden Schlägen in die schlaffe Schnur können so manche fario zum Anbiss animieren.

Nicht nur dieses mal fiel eine gute Bachforelle gerade auf den bunten Wobbler rein. Vielleicht liegt es daran, dass die aggressiven Farben vermehrt Attacken provozieren – natürlich weiß ich es nicht.

 

 

Wie sind eure Erfahrungen mit knalligen Wobblern? Schreibt mir einen Kommentar oder fühlt euch eingeladen Gastberichte zu senden.

50 cm Diemelgold – Drillvergnügen vom Feinsten

Juni 20, 2013 in Allgemein, Fänge, Gastangeln Diemel, Slideshow4Blog

50er Bachforelle aus der Diemel bei WarburgGegen 19 Uhr am Wasser angekommen lege ich beide Ruten auf Grund mit Wurm aus. Die Diemel ist immernoch braun und schnellfließend und so ist jeder Zeit mit einem Aal zu rechnen. Eine knappe viertel Stunde drauf kann ich einen schönen 64er Schlängler landen und bin zuversichtlich, dass weitere Fänge folgen werden. Beitrag komplett ansehen →

Frühlingserwachen an der Diemel

Mai 5, 2013 in Fänge, Gastangeln Diemel, Impressionen, Slideshow4Blog

diemelerwachen-01Jeder verschläft mal – so auch der Frühling in diesem Jahr an der Diemel bei Warburg. Beitrag komplett ansehen →

Frühes Sommerangeln

August 28, 2011 in Fänge, Gastangeln Diemel, Impressionen, Slideshow4Blog

Im Sommer geht´s früh raus!
Wenn die Tage lang und warm sind lohnt das Angeln zu früher und später Stund besonders.

Mit meinem Namensgefährten geht es meist zwischen halb sechs und sechs in der Früh ans Wasser. Kaffee und Kippchen machen die Frühe erträglich und schaffen ein wenig Gemütlichkeit an nebligen und sumpfigen Tagen.
Nicht so heute – etwas diesig ab wohlig warm zeigt sich die Sonne und erwärmt einen Ansitzplatz inmitten der Springkräuter. Beitrag komplett ansehen →

Auf Döbel im Hochsommer

August 16, 2011 in Gastangeln, Gastangeln Diemel, Impressionen

Neulich habe ich einen Beitrag von Thomas Kalweit über das Fischen mit Kirschen auf Döbel gelesen. Spontan habe ich ein paar reife Kirschen gepflückt, meine Sachen zusammengepackt und bin jagen gegangen … Beitrag komplett ansehen →

Watfischen in der Diemel bei Warburg

Juni 7, 2011 in Gastangeln, Gastangeln Diemel, Impressionen, Kugelpanoramen

Ein weiteres Kugelpanorama der Diemelstrecke des Warburger Angelvereins.

Das Besondere hier ist die „springende Fischperspektive“. Man befindet sich direkt in der Diemel und kann erahnen, dass es sich hier wirklich gut Spinn- oder Fliegenfischen lässt.

Panorama ansehen

Abendliche Angler-Romantik

Mai 31, 2011 in Impressionen

Ab und zu kann ich mich überwinden meine Kamera und Stativ zusätzlich zu meinem üblichen Angelsachen mit zum Angelplatz zu schleppen.Dann angele ich ausschliesslich auf Grund mit Glocke oder Piepgerät, weil je nach Situation der Angeltripp schnell zu einer Fotosession entarten kann … Beitrag komplett ansehen →

Diemelstrecke im Kugelpanorama – eine feine Sache …

Mai 8, 2011 in Impressionen, Kugelpanoramen, Slideshow4Blog

Panorama ansehen

Wer gerne mal den Angelplatz im Voraus checkt, der kann sich hier direkt an meinem Hausgewässer umsehen. Hier gibt es attraktive und malerische Ecken zum Angeln und Entspannen.

Beitrag komplett ansehen →

Frühjahrsangeln an der Diemel

April 5, 2011 in Gastangeln, Gastangeln Diemel, Impressionen, Montagen

An meinem Heimatgewässer, der Diemel bei Warburg, angele ich jetzt das dritte Jahr. Am 18. März war es endlich soweit. Mein persönliches Anangeln zum Sonnenuntergang.

Beitrag komplett ansehen →

Land unter …

Januar 15, 2011 in Impressionen

… das ist das Motto dieser Tage – überall in der Region.

Bei uns an der Diemel und der Twiste wurden am Wochenende extrem kritische Pegelstände gemessen – wie fast überall in der Region. Die kleinen Flüße treten sehr weit in die umliegenden Ländereien und lassen die eigentlichen Flußverläufe nur noch erahnen …

Beitrag komplett ansehen →