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Auf der Suche nach dem Endfisch …

Dezember 31, 2017 in Allgemein, Mythos Angeln, Slideshow4Blog

Es ist kurz vor Jahresende – der 29. Dezember und wie im vergangenen Jahr treibt es mich raus auf der Suche nach … ja nach was eigentlich?
Ist es der Zander, den ich an diesem See schon lange nachstelle? Oder der kapitale Hecht des Jahres? So recht weiß ich es nicht aber der Name Endfisch erscheint mir gerecht.

Trotz widrigen Umständen – 0° und starker böiger Wind – zieht es mich raus an den See. Auf der Fahrt fängt es an zu schneien und erscheint mir passend. Ich bin mir fast schon sicher, dass ich heute keine guten Chancen haben werde. Aber warum? Es ist regelrechtes Raubfischwetter – Hechtwetter wie man sagt. Die Lumpen müssten sich bei den Bedingungen doch pudelwohl fühlen. Im Gegensat zu mir. Kurze Zeit später landet die erste Montage am Grund des Twistesees. Ein Rotauge an einem  Eizelhakenvorfach. Das Ganze ist mit einem Birnenblei beschwert und für einen ordenltlichem Durchlauf gesorgt. Ich realisiere gerade, dass ich meinen Tee zuhause vergessen habe … stupido!
Nach einiger Zeit kommt die blaue Stunde und ich beginne schon über das Angeln auf Hecht nachzudenken.

Ich suche unter meinem kleinen Schirm Schutz vor dem direkten Wind und krame meine Montage zusammen. Schließlich positioniere meine Rute. Am Ende der Leine hängt ein Rotauge – wohl präpariert und positioniert an einer Durchlaufposenmontage. Da ich der rein stationären Grundmontage auf Hecht noch keine rechtes Vertrauen entegen bringen kann, versuche ich flexibel zu fischen. Mal im Freiwasser auf 1,5 m, auf 3m, auf 5m und schließlich kurz über dem Grund. Die Stelle ist gut. Ich selbst hatte hier schon Bisse beim Zanderangeln und habe mehrere Hechte hier gefangen – daran kann es also nicht liegen … wenn da nicht noch die letzten Pleiten der Herbstangelei hinter mir liegen würden. Der See hat mir bis auf ein Barsche in diesem Jahr keinen nennenswerten Fisch geschenkt??! Was geht´n eigentlich, denke ich bei mir. Aber ich bin nicht allein mit meinen Erfahrungen. Auch die Angler, die ich in den vergangenen Monaten hier antreffen konnte waren alles andere als zufrieden mit Ihren Ergebnissen. Vielen fangen gar nichts in letzter Zeit.

Ich fange an mehr zu variieren. Ich verändere die Distanzen zum Ufer und erweitere meine Drift auf eine Strecke von ca. 25 m. Beim Ende jeder Drift lege ich eine aktive Strecke zum Ufer zurück.

Dabei zupfe ich den Köder immer wieder an und lasse ihn auf untrschiedliche Tiefen abtrudeln … nichts passiert. Gefühlt habe ich jeden Qubicmeter Wassersäule des Spots bereits abfischt. Also entweder ist hier einfach kein Hecht – oder er hat besseres zu tun als meinen Köder zu nehmen.

Wie vermutet fange ich an diesem Tag keinen Endfisch, geschweige denn einen Endzander :-/
Das Schöne ist, dass wenn man die Erwartung ganz runtergeschraubt hat, dass man dann auch weniger enttäuscht den Heimweg antreten kann aber .. es macht auch nicht zufrieden. Hin und wieder will man doch entlohnt werden für sein Tun. Und es ist ja nicht so, als gäbe es keine Fische mehr in dem See.

Ich mache mir so meine Gedanken …

… vielleicht sollte ich wieder mehr aktiv fischen, um eine bessere Gewässerkenntnis zu bekommen.
… ganz abwegige Stelle zu befischen könnte vielversprechend sein. Habe ich zwar schon versucht aber immer nur am Ostufer.
Dem westlichen Ufer im südlichen Teil des Sees habe ich bislang noch keine große Aufmersamkeit geschenkt.
… alternative Angelmethoden ausprobieren. Vielleicht mal aktiv mit Köderfisch losziehen – konsequent und ohne zusätzliches Alternativgeschirr.
… auf zu neuen Weiten. Vielleicht sollte ich gerade im Winter einmal versuchen mit neuen Montagen auf andere Weiten zu kommen und auch die tiefen Stellen des Sees im Winter abfischen zu können.
… oder ist es nur das Karma? Ich habe das Gefühl, dass es nicht das richtige Wort für die richtige Sache ist, also im Grunde stimmen könnte.
Ich bin jemand, der versucht bewusst Dinge zu tun, also auch auf seinen Baiuch und seine „Tagesform“ zu achten, gerade wenn es zum Angeln geht. Oftmals ging dabei innere Ausgeglichenheit mit einem erfolgreichen Fischereitag einher. Ich meine diese Gedanken haben Angler halt, gerade wenn es mal nicht so gut läuft, oder?
… naja wie schon fast Tradition werde mich zum Neujahrsangeln wiederkehren 🙂 Vor drei Jahren hat ich am Morgen des 2. Januars ein ziemlich guten Tag und konnte bereits nahc kurzer Zeit einen kapitalen Hecht fangen. Im letzten Jahr bin ich leer ausgegangen. Mal schauen wie es morgen ausschaut! In der Früh geht´s los.

Ich wünschen alles ein frohes neues Jahr 2018.
Kommt gut rein, geht angeln und verbringt viel Zeit in der Natur!

Bis dahin alles Gute und Petri Heil!

 

Seen-Sucht – auf zur Möhne

Januar 9, 2015 in Allgemein, Fänge, Gastangeln, Impressionen, Mythos Angeln, Slideshow4Blog

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Ich muss gestehen, dass ich eine regelrechte Seensucht entwickelt habe. Auch wenn ich an einem herrlichen Forellenwasser fischen darf, dass sich direkt in meiner Nähe befindet, zieht es mich immer wieder an einen mittelgroßen See. Ich liebe das Stillwasser (hier ist der Name nicht unbedingt Programm) und seine Vorzüge. Das Posenangeln in der Abenddämmerung wenn sich eine malerische Ruhe am Gewässer einstellt und man voller Erwartungen den Sonnenuntergang begrüßt. Beitrag komplett ansehen →

Die Frage nach dem Catch & Eat?

Dezember 25, 2014 in Allgemein, Fischverwertung, Mythos Angeln, Slideshow4Blog


Ich weiß nicht recht, ob ich diese Frage für mich pauschal entscheiden möchte.
Es gibt viele Argumente dafür und dagegen – je nach persönlicher Einstellung muss jeder Angler selbst entscheiden, welche in seiner Welt Gültigkeit haben. In Deutschland entscheidet das theoretisch das Gesetzt – praktisch ist es meistens reine Einstellungssache. Beitrag komplett ansehen →

Das Zen des Angelns?

Februar 14, 2011 in Mythos Angeln, Slideshow4Blog

Manch Angler findet eine unberührte Natur, die Seele und Geist wieder neuen Elan gibt. Mit sich eins sein. Das Zen des Angelns.

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